Für dieses Gedicht gibts bloß
ein symbolisches Honorar. Bloß eine Stopfbanane
und dazu einen Kaffee; weil, für Champagner ist es noch
zu früh. Der erste Buchstabe dieses Gedichts verschwimmt
auch ohne Traube zu einer Ziffer, der letzte Reim
zu einer aparten Ruine. Nils zu Brit, sic, ein Teller Nudeln
verschwimmt zu einem Sack voller Kekse. Das Honorar,
obwohl es anders scheint, zeugt von Anteilnahme
und Mitleid. Wie eine in die Umlaufbahn gejagte
Grabbeigabe, eine durchgekaute, halb verdaute
Stopfbanane – so kreist das Honorar in den Körpern
und Köpfen. Ihm reichen zwölf Stunden Schlaf in der
Woche; immer allein im Bett, nie mal ein Artgenosse.
Aus:
Chin-chin, der Weg führt ins Mondgestein
(poetenladen Verlag 2026)